Projektziel

Die Transkei war ein Homeland (Reservat) der Xhosa zu Zeiten der Apartheid.  Heute ist das Gebiet eines der infrastrukturell am schlechtesten erschlossenen in Südafrika.

Da die Arbeitslosigkeit sehr groß ist, besteht eine große Landflucht, die meist in den Townships der Großstädte endet.
Dave Martin zog es vor einigen Jahren in die ehemalige Transkei, um diesem Phänomen entgegenzuwirken und das Landleben wieder lebenswert und attraktiv zu machen. Zusammen mit der Gemeinde Bulungulas erbaute und betreibt er ein Backpackers als Gemeinschaftsprojekt. Für weitere Informationen bitte hier: www.bulungula.com

2007 kam von Dave die Anfrage, ob wir nicht für sauberes Trinkwasser vor Ort sorgen könnten. Auslöser der Anfrage waren vier Kinder, welche im Jahr zuvor an durch verunreinigtes Wasser verursachten Krankheiten gestorben waren. Die Guest-Lodge sammelt für den eigenen Gebrauch Regenwasser, doch das reicht nicht aus, um das ganze Dorf zu versorgen. Die Regierung versprach zwar sauberes Trinkwasser innerhalb von fünf bis zehn Jahren, doch lief die Hilfe sehr langsam an und ist erst in den letzten Monaten wirklich spürbar geworden. Es ging anfangs also darum, den Dorfbewohnern in Bulungula (nicht der Guest-Lodge!) einen Zugang zu sauberen Trinkwasser zu ermöglichen.

Im Jahr 2009 kam dann eine Einladung von Alexandra und Michael von dem Projekt Ikaya Loxolo, unsere Arbeit auch auf die Dörfer um das einige Kilometer von Bulungula entfernte Hobeni auszuweiten. 2010 kamen wir der Einladung nach und etablierten dort neben unserer Tätigkeit in Bulungula den zweiten Schwerpunkt unserer Arbeit.

Wie auf den Bildern zu sehen ist, gibt es weder in Bulungula, noch in Hobeni einen festen Dorfkern und daher auch nicht einen zentralen Dorfbrunnen. Jeweils 5-10 Haushalte teilen sich meist eine Quelle in ihrer Nähe, aus der sie ihr Wasser beziehen. Diese Quellen sind nicht eingefasst und nicht geschützt. Sie werden oft sowohl von Menschen, als auch von Tieren genutzt und speisen sich aus Grundwasser.
Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Quellen zu fassen, die Dorfgemeinschaften bei dem Aufbau von Regenwassertanks zu unterstützen und Trinkwasserfilter für den Haushaltsgebrauch zu verteilen. Andererseits wollen wir ein Bewusstsein schaffen für Wasserqualität, Hygiene und Wasserschutz. Auf diese Weise gliedert sich das Projekt in zwei Teile, zum einen die technische Umsetzung und zum anderen ein bildend-vermittelnder Teil.

Die Wasserfilter haben sich als sehr effektiv und kostengünstig herausgestellt, weshalb wir nun als nächsten Schritt zusammen mit dem BI eine wissenschaftliche Erhebung durchführen wollen, bei welcher das Trinkwasser auf biologische Parameter hin getestet werden soll. Die Ergebnisse sollen dann der südafrikanischen Regierung vorgelegt werden und sie davon überzeugen, Wasserfilter im großen Stil zu implementieren bis in einigen Jahren alle Haushalte an fließendes Wasser angeschlossen sein werden.

Über die Jahre haben wir schon viele Monate an der südafrikanischen Ostküste verbracht und sind stolz darauf, durch kontinuierliche Unterstützung einen großen Beitrag zur Verbesserung der Trinkwasserlage in Bulungula und Hobeni geleistet zu haben, obwohl es auch weiterhin noch viel zu tun gibt. Wir halten unsere Tätigkeiten in regelmäßig erscheinenden Newslettern und Jahresberichten fest, die zu lesen Sie herzlich eingeladen sind.

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